20170823 glocken 21 Glocken für die Notfallseelsorge des BRK

An unserer Notfallseelsorgekirche Sankt Salvator ist einiges im Entstehen.
Derzeit werden 2 Glocken auf den Bogenberg gebracht.

Die Alarmglocke:
Eine Bronzeglocke, welche von der Berufsfeuerwehr der Stadt München der Notfallseelsorge gespendet wurde.
Sie diente bis ins Jahr 1868 den Turmwächtern (Türmer) auf der Frauenkirche und Peterskirche in München zur Alarmierung der Wehren bei drohendem Unheil.
Die Türmer hatten seinerzeit den Blick über die damals noch überschaubare Stadt München.
Wurde vom Türmer Rauch oder Feuer entdeckt, so betätigte er die Alarmglocke und warnte vor der drohenden Gefahr. Sie wiegt 26 kg und hat einen Durchmesser von 30 cm
Um diese Turm- Alarm-Glocke in den "NS-Zeit" vor der drohenden Schmelzung zu bewahren, wie es seiner Zeit vielen Kirchenglocken erging, wurde die Alarmglocke von findigen Feuerwehrmännern verchromt, um den Wert der Glocke augenscheinlich zu schmälern.
Diese Verchromung trägt die Glocke bis heute und entkam somit der drohenden Gefahr.

Die große Glocke, welche künftig als Friedensglocke ihre Verwendung finden wird, wurde durch die Notfallseelsorge des BRK KV Straubing-Bogen in Germering bei München von der Familie Decker erworben.
Die Glocke befand sich seit 28 Jahren im Familienbesitz und hatte Ihren Platz an einem eigens dafür gefertigten Glockenturm im Hofgelände der Familie.
Vor dieser Zeit gehörte die Glocke zum Vierergeläut nach Lansberied bei Fürstenfeldbruck.
Die Glocke selbst wurde 1919 aus Kosten- und Materialgründen aus Stahl gegossen.
Sie ist die einzige Glocke, die nach dem ersten Weltkrieg von der Glockengießerei in Apolda gegossen wurde und trägt die Inschrift „ULRICH & WEULE APOLDA BOCKENEM 1919“.
Die Glocke wiegt 630 kg und hat einen Durchmesser von 110 cm.
Zwei Glocken mit sehr großem symbolischen Wert für die Einsatzkräfte, welche den Zusammenhalt und den Sinn des "für einander Dasein" ausstrahlen.

Ihre neue Heimat werden beiden Glocken auf dem Gelände der Salvatorkirche auf dem Bogenberg, in einem eigenen Turm aus Holz finden.
Beide Glocken sollen als Mahnmal für den Frieden stehen.
Mit Hilfe des THW Ortsverbandes Bogen und der Edelstahlverarbeitung Bogner aus Waltersdorf konnte die große Glocke von ihrem jetzigen Platz in Germering nach Metten gebracht werden, wo die Instandbesetzung erfolgt. Der Neue Glockenturm wird von der Zimmerei Franz Walter jun. aus Ohmühle gefertigt und die Elektrifizierung des Glockenstuhls wird durch Hr. Christian Buchner von der Firma Elektro Lichtinger aus Landau vorgenommen.

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