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Prinzipien für die Arbeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes

Lebensweltorientierung: Verlangt von der Fachkraft, sich auf den Familienalltag, die Arbeitssituation, den Lebensstil und das Freizeitverhalten des Klienten einzustellen. Es muss sich von den eigenen Normalitätsvorstellungen distanziert werden können.

Ganzheitlichkeit: die ganze komplexe Realität der Klienten muss berücksichtigt werden. Also die Gesamtsituation, die Vielschichtigkeit der Problemursachen, die vielfältigen Möglichkeiten der Hilfegewährung. Das kann nur geschehen, wenn systemische oder ökologische Ansätze verwendet werden und alle Systembeziehungen und Teilebenen berücksichtigt werden. Klienten haben nur einen Ansprechpartner.

Prävention: Die Verhütung von Problemen ist effektiver und kostengünstiger als deren Behebung.

Hilfe zur Selbsthilfe: Die Eigenkräfte der Klienten sollen so gestärkt werden, dass sie sich selbst aus den jetzigen und zukünftigen Problemlagen befreien können.

Partizipation: Klienten sollen ihr Recht auf Beteiligung wahrnehmen können und freiwillig mitarbeiten.

Integration: Eine Ausgrenzung der Klienten aus der Gesellschaft soll verhindert oder rückgängig gemacht werden.

Bürgernähe: Die Hilfe des ASD muss niederschwellig erreichbar sein. Das setzt oft eine dezentrale Struktur voraus. Keine Trennung von Innen- und Außendienst: Hilfemanagement aus einer Hand.

Der umfängliche Aufgabenkatalog des ASD ist Organisationsfolge der Komplexität sozialer Problemlagen, die einen breiten Handlungsrahmen erfordern. Der breit gefächerte Arbeitsauftrag macht Schwerpunktbildungen bei den einzelnen Mitarbeitern als Vertiefungswissen notwendig.